Sonntag, 12. Juni 2016

12 von 12 im Juni 2016

Heute ist 12 von 12 im Juni. Bei draussennurkaennchen treffen sich viele andere, die mitmachen. 
Geweckt wurden wir heute mit Trompete. Danke hier an den neuen netten Musiklehrer des Sohnes. War wirklich eine tolle Idee ihm so ein Mist vorzuschlagen. Gut, dass Sie mir Ihre Handynummer mitteilten. Bis nächsten Sonntag dann um 6!
Nach schnellem Frühstück haben wir erstmal die Große vom Campinggeburtstag am See abgeholt. Früher als geplant wegen Regen könnten wir zum Mittagessen zu Oma und Opa fahren. Am See musste aber erstmal der riesige tote Fisch bewundert werden. Bei den Großeltern haben die Kinder erstmal die Himmbeerbüsche leer gegessen und ein Paar auch für uns gesammelt.
Zu Hause erstmal die Sendung mit der Maus in der Mediathek nachgeschaut, während der Garten heute endlich mal vom Regen gegossen wurde und ich die letzte der fünf Kisten Wäsche zusammen legen konnte. Geputzt haben wir auch, diesmal auch die Kleinste. Sie hat aber auch den Boden erstmal mit Bleistift voll gemalt.

Danach endlich mal die vollen Schuhschränke im Keller ausgemistet. Ein großer Sack geht an Bedürftige, vier Kisten könnten noch der Kleinsten in den nächsten Jahren passen. Eine Kiste geht an Freunde. Schuhschränke wieder eingeräumt, jetzt ist Platz für neue Schuhe da.
Noch schnell die Katze füttern und Brot aus dem Ofen holen, dann geht es mit buntem Strickzeug zum Fußball gucken: Deutschland gegen Ukraine.

Montag, 23. Mai 2016

Das Outfit für die Kommunion

Mich gibt es noch. Und ich stricke nicht nur, ich nähe auch ab und zu. Meist verkleinere ich hier aber nur Selbstgenähtes, was ich in der Schwangerschaft genäht habe. Also gibt es nicht viel neu genähtes Zeug vorzuzeigen. Oder ich nähe für andere.

Zur Kommunion meiner Großen kam schon recht früh der Wunsch nach einem von mir genähtem Kleid, "weil das ja dann einzigartig wäre". Zuerst malten wir ein wenig rum, denn die Schnittmuster, die ich hatte, waren nicht das, was sie wollte. Dabei kam eine Skizze des gewünschten Kleides raus: mit Spaghettiträgern, Empiretaille, mit bodenlangem Rock mit besticktem Tüll.

Da sie sich ein Kleid mit Spaghettiträgern wünschte, schlug ich ihr einen Bolero vor, wenn es nicht so warm sein sollte. Das Jäckchen ist am Strickmuster von Drops Design 89-13 angelehnt. Ich habe es aus wollweißer Cotton Merino von Drops via Lanade gestrickt. Der Bolero war von der Form wie von ihr gewünscht. Allerdings fand ich es so glatt rechts total langweilig zu stricken. Deshalb suchte ich nach einem einfachen schnell einprägsamen Lochmuster und fand ein Muster mit runden Lochkreisen im Schachermayr "Das neue Strick- und Häkelbuch", es ist das Strickmuster 192.

An das Kleid beziehungsweise an die Schnittmuster Entwicklung machte ich mich erst in den Osterferien, zwei Wochen vor der Kommunion. Ich machte ein Probeoberteil aus Batist, passte es noch an und modifizierte mein Schnittmuster. Mein Versuch von breiten Trägern stieß auf Ablehnung und so verschmälerte ich diese, bis es wirklich nur noch Spaghettiträger waren.
Das Oberteil ist aus zwei Lagen, der Seide als Oberstoff und dem Futterstoff genäht. Die Spaghettiträger habe ich nur aus der Seide zugeschnitten. Die Spitzenbogenkante, die oben rausschaut, habe ich zwischen die beiden Stofflagen genäht.
Beim Rockteil habe ich dann ein Viertel Teller aufgemalt und es solange verbreitert bis es mit meiner Stoffbreite passte. Sie wollte es bodenlang und nichts gekräuseltes, ich nutzte dafür die gesamte Stoffbreite, zumindest von der Seide. Der Unterrockstoff ist halb so schmal wie der Seidenrock. Der Tüll für drüber war auch nicht so breit wie die Seide und springt vorne wie gewünscht auf. Den Saum habe ich vom Tüll nur abgeschnitten, bei der Seide mit Hexenstich gemacht und den Unterrock habe ich mit der Nähmaschine genäht. Im Rücken hat das Kleid insgesamt fünf Knöpfe. Vier sichtbare Blümchenknöpfe und einen kleinen innenliegenden Knopf im Rockteil. Wie beim Hochzeitskleid der Tante wünschte sie sich noch was Glitzerndes vorn. Dafür kauften wir ein Armband mit Glitzersteinchen. Den Verschluß haben wir abgeknipst und ich habe es mit Handstichen an die Empirelinie genäht. Meine Tochter war sehr begeistert vom Kleid und dem Jäckchen. So ein Kleid wie sie hatte wirklich keine, nicht mal annähernd ähnlich.

Sonntag, 1. Mai 2016

Summer Shawl Knit Along - Finale der Herzen

Beim Finale der Herzen des Summer Shawl Knit Alongs wollte ich auch noch mitmachen. In der Zwischenzeit strickte ich weiter und es entstand noch das ein oder andere Stück. Beim letzten Finale hatte ich das Vanilla Orchid von Agnes Kutas und den Saroyan Shawl von Liz Albinante fertig bekommen. Danach hatte ich das Golden Orchids von Aino Haikala auf den Nadeln. Ich hielt mich an ähnliches Garn mit gleicher Lauflänge, doch das Tuch war mir dann zu klein. Es war eher ein Schultertuch als ein richtiges Tuch. Mittlerweile entschied ich mich dazu es halb aufzuribbeln und die mittleren Charts noch ein Paar Mal zu stricken. Ich hatte auch fast noch ein Knäuel übrig.

Danach strickte ich ein Kinderjäckchen, mehrere Ohrenwärmer/Haarbänder, zwei oder drei Mützen, und ein Schal für die Nichte, passend zum Haarband. Es ist ein einfaches Rechts/links Muster.

Dann entdeckte ich bei Kaufhof ein kuschelweiches Sockengarn mit Kaschmir, das Galeria Home Classic Strumpfgarn 4-fach.
Und strickte das Dream Stripes von Cailliau Berangere sehr gern, das ist mein The Good Wife Tuch. Hier habe ich noch weitere Streifen gestrickt, damit das Tuch größer wird. Ich mag wohl große Tücher, in die man sich einkuscheln kann wie in eine Decke.

Ob andere noch zwei bis drei Türcher gestrickt haben oder das erste endlich beendet haben, könnt ihr bei Monika von wollixundstoffix sehen.

Sonntag, 28. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along 2016 Finale

Mein Vanilla Orchid von Agnes Kutas ist fertig. Trotz Ribbeln des wollweissen Ansatzes, obwohl im Grunde nicht notwendig, war ich schon Mittwoch letzte Woche fertig. Ich dachte ich hätte einen Fehler im Muster gemacht, aber dieses Zopfmuster sieht nach Neustricken und einem Vergleich mit dem Bild der Anleitung wirklich so aus. Insgesamt habe ich je ca. 1,5 Knäuel der Wolle Rödel und der Regia Sockenwolle gebraucht.

Die Anleitung war gut verständlich, jetzt könnte ich das Tuch sicherlich viel schneller Stricken, weil mir das Muster klar und verständlich erscheint. Immer, wenn ich mich an das Muster(Chart) gewöhnt hatte, kam ein neues Muster.
Soweit war ich letzte Woche mit Tuch 1 fertig. Also suchte ich mir noch schnell ein weiteres Strickmuster und entschied mich für den Saroyan Shawl von Liz Albinante. Diesmal mit nicht ganz 2x50 g maigrüner Sockenwolle von Gründl Wolle mit Nadelstärke 4. mein Garn ist viel dünner als das im Strickmuster verwendete, deshalb ist mein Schal abgewandelt. Normalerweise gibt es eine increase section, eine straight section und eine decrease section. Ich habe den geraden Musterverlauf ausgelassen und strickte weiter mit Zunahmen, um dann direkt mit den Abnahmen zu starten. Das Blättermuster gefällt mir sehr. Ich habe gerade mal 5 Tage! gebraucht bis der Schal fertig war, der Ehrgeiz hatte mich gepackt.
Auch für Vanilla Orchid hatte ich nur 13 Strickabende gebraucht.

Wieviele Tücher andere in der kurzen Zeit gestrickt haben, könnt ihr heute bei Monika von wollixundstoffix sehen.

Sonntag, 14. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along 2016 - Zwischenstand

Heute zeige ich meinen Zwischenstand vom Vanilla Orchid  Stricktuch von Agnes Kutas. Ich bin fast fertig. Die letzten Reihen stricken sich viel einfacher, weil das Garn hell ist und ich besser sehe, was ich da mache. Andererseits sind jetzt auch die meisten Maschen auf den Nadeln, das dauert. Und mit so einem kleinen Stricksaboteur, der nach meiner Aufmerksamkeit verlangt und gerne mal schelmisch lächelnd an einer Nadel zieht, da muss man auch wieder Maschen aufnehmen.

Zwischendurch hatte ich das Strickmuster gut verstanden. Es ist gar nicht so schwer. Dann ist mir das eine Farbverlaufsgarn ausgegangen und das neue Knäuel hatte auch noch dunklere Partien. Da habe ich mich schon sehr auf das wollweiße Garn gefreut.
Einen Kuchen gab es für mich heute auch, auch wenn diesmal im Café unseres Kölner Nähbloggertreffens, es ist ein Engadiner Walnusskuchen, den mag ich im Moment am liebsten.

Wie weit die anderen sind, kann man heute bei Monika von Wollixundstoffix sehen. Ich habe mich zumindest schon mal gestern mit neuer Wolle für ein weiteres Tuch eingedeckt.



Sonntag, 7. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along - Material und Anleitung

Ich habe das kleine Bolerojäckchen nach einer dropsdesign Anleitung für die Große fertig gestrickt und kann jetzt doch beim Summer Shawl Knit Along mitmachen. Monika von wollixundstoffix zeigte bei der AnNäherung 2016 ihr neues Tuch nach Stephan West. Ich fand es auch von den Farben her schön. Aber meine Inspiration ist schon viel älter. Das Vanilla Orchid von Agnes Kutas habe ich schon oft bei ravelry angeschmachtet. Catherine hat hier mehrere schöne Versionen gestrickt. Und bei Lotti und Wiebke gibt es das Tuch in grün. Bei Julia, die sich auch durch die ersten Reihen eher durchgekämpft hatte, ist es in der schönen Farbe graublau gestrickt.
nach dem ersten Abend

Nachdem ich ravelry stundenlang nach kostenlosen Anleitungen durchsucht habe, habe ich doch die von Agnes Kutas-Keresztes gekauft und am gleichen Abend angestrickt. Der Anfang war an einem Abend fertig. Beim Teil 1 habe ich doch auch mal die ein oder andere Reihe zurück gestrickt, weil ich mit diesen deutschen Abkürzungen ein wenig durcheinander kam. Ich habe sie mir dann auf englisch auf einen Zettel geschrieben, vorallem in einer! Reihe und schon ging es besser. Meine Wolle habe ich mal in einem Laden kurz vor Weihnachten einfach mitgenommen. Es ist ein Farbverlaufsgarn mit moderatem Verlauf in braun und blau(Artikelnummer 15968) von Wolle Rödel, die Sport- und Strumpfwolle Color 4-fach mit 75% Schurwolle superwash und 25% Polyamid. So ein Tuch muss bei mir auch mal gewaschen werden und diese Wolle könnte man sogar in den Trockner werfen.
Ich bin gespannt, wie weit ich beim Knit Along komme. Es werden ja immer mehr Maschen. Und Zurückstricken ist bei dem Garn eher schwierig.
nach dem zweiten Abend
Kuchen gibt es hier heute nicht, denn nachmittags werden wir alle bei einem Karnevalszug mitgehen.
Welche Anleitungen und welche Wolle die anderen Strickerinnen und Häklerinnen ausgewählt haben, könnt ihr bei Monika sehen.

Mittwoch, 3. Februar 2016

MMM im Cambie von Sewaholic

Am Wochenende waren wir auf einer schönen Veranstaltung mit Theater und Essen. Dafür habe ich mir extra ein Kleid bei der AnNÄHerung in Bielefeld genäht. Es ist ein Cambie von Sewaholic Patterns. Der Stoff ist ein roter Romanit, gekauft bei Stoff und Stil beim Kölner Nähbloggertreffen letztes Jahr im November. Noch kurz vor knapp schnitt ich zu und vergaß dabei den Beleg, denn ganz füttern wollte ich es nicht, er wäre sonst zu warm. Das Kleid hat mich einige Nerven gekostet. Zuerst wollte ich die Ärmelchen vorne annähen, um dann hinten am Rücken diese besser anpassen zu können. Dann hielt ich mich doch an die Anleitung, nähte erst am Rückenteil an, mit Belegen. Danach kräuselte ich die Ärmelteile vorn, steckte und heftete diese. Außerdem heftete ich die Rückennaht, um auszuprobieren, ob ich auch ohne Reißverschluß in das Kleid komme. Es war Zeit zum Abendessen, ich dachte, danach nur noch den Saum und ich bin fertig mit dem Kleid. Nach dem Abendessen probierte ich es an und ärgerte mich, dass ich mich an die Anleitung gehalten hatte. Natürlich saß auch bei diesem Kleid der Brustpunkt viel zu tief. Mit den Belegen und Co war das Trennen dann spaßig. Trennen, heften, anpassen... Wäre ich zu Hause, hätte ich bestimmt das Kleid schon in eine Ecke des Nähzimmers gepfeffert. Aber ich war zwischen anderen Trennwütigen, trennte fleißig und war wild entschlossen dieses Kleid fertig zu nähen.
Wenigstens brauchte ich wirklich keinen Reißverschluß, um da rein zu kommen. Mit dieser Anpassung verbrachte ich länger als gedacht. Doch am späten Abend wurde mir mit Hilfe noch der Saum mit dem Rockabrunder abgepustet. Dabei schnitt ich noch etwa 10cm ab und nähte den Saum von Hand. Dann befestigte ich noch die Belege innen mit Hexenstich und freute mich über ein fertiges Kleid. Ich probierte es an und dann trennte ich nochmal. Die kleinsten Stiche verzogen den Romanit und man sah sie von außen. Nach vielen Überlegungen, Rat einholen bei Elke und anderen, entschied ich mich den Beleg an den Brustabnähen und mit einem Faden in der Mitte auch am Taillenband zu befestigen. Beim nächsten Cambie werde ich die Ärmelchen direkt kürzen. Also falls ich noch ein Cambie nähe. Ich bin ja kein Seriennäher, eigentlich wollte ich das Kleid aber noch wenigstens aus fester Baumwolle nähen. Das überlege ich noch...
Das Kleid hat auf jeden Fall gut zur Veranstaltung gepasst. Ich konnte darin essen ohne zu platzen, es war bequem, aber auch schick.

Ich habe die Version mit der engen Rockvariante genäht. Die Bilder haben wir erst nach der Veranstaltung gemacht, deshalb gibt es ein Paar Sitzfalten.

Beim Me made Mittwoch zeigt Karin heute etwas buntes, etwas einfarbiges und etwas neues, dass sie auch auf der AnNÄHerung genäht hat.